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Oma, Opa und die Enkel – Liebe mit Herz und Verstand.

 Wie wir unseren Enkelkindern etwas schenken können, das sie ein Leben lang begleitet.

„Die Eltern sind für die Erziehung da – die Großeltern zum Verwöhnen.“

Wer kennt diesen Satz nicht?

Er gehört in vielen Familien fast schon zur Tradition. Und natürlich steckt darin viel Wärme und Zuneigung. Denn welcher Oma fällt es schon leicht, dem Enkelkind den zweiten Pfannkuchen zu verwehren? Welcher Opa sagt immer Nein zu einer zusätzlichen Geschichte oder einer kleinen Überraschung?

Und es ist gut, wenn es bei Oma und Opa ein bisschen anders ist als zu Hause.

Aber haben wir uns schon einmal gefragt, was liebevolles Verwöhnen eigentlich bedeutet?

Ist das schönste Geschenk für ein Kind wirklich das nächste Spielzeug, etwas Süßes oder die Erlaubnis, bei den Großeltern alles zu dürfen?

Oder gibt es etwas, das viel wertvoller ist?

Etwas, das man weder kaufen noch einpacken oder im Internet bestellen kann.

Unsere Nähe. Unsere Zeit. Unsere Geduld. Und die Liebe, die einem Kind das Gefühl gibt: Ich bin wichtig.

Genau um diese Art von Liebe geht es.

Großeltern haben etwas ganz Besonderes zu geben

Eltern müssen jeden Tag unzählige Dinge gleichzeitig bewältigen.

Arbeit, Einkaufen, Schule, Kindergarten, Hausaufgaben, Abendessen, Baden, Termine und die Vorbereitung auf den nächsten Tag.

In diesem Alltag ist es nicht immer leicht, Zeit für ein wirklich ruhiges Gespräch zu finden.

Großeltern können das Leben ihrer Enkel oft aus einer etwas anderen Perspektive betrachten.

Sie müssen nicht jede Minute organisieren, kontrollieren oder aus jeder Situation eine Erziehungslektion machen.

Manchmal können sie sich einfach neben das Kind setzen und fragen:

„Erzähl mal – was hast du heute erlebt?“

Und dann wirklich zuhören.

Auch wenn es um ein kleines Spielzeugauto, die Abenteuer eines Teddybären oder einen Streit im Kindergarten geht.

Für uns mag das eine Kleinigkeit sein.

Für ein Kind kann es die wichtigste Geschichte des ganzen Tages sein.

Wenn wir interessiert zuhören, vermitteln wir etwas Entscheidendes:

„Was du erlebst, ist mir wichtig. Ich höre dir gerne zu. Ich freue mich, dass du da bist.“

So entsteht Vertrauen.

Und dieses Vertrauen aus der Kindheit kann dazu führen, dass der Enkel oder die Enkelin auch zehn Jahre später noch zu Oma oder Opa kommt, wenn es ein wirklich großes Problem gibt.

Kinder lernen von uns – auch wenn wir ihnen gerade gar nichts beibringen wollen

Kinder besitzen eine erstaunliche Fähigkeit:

Sie beobachten uns sehr genau.

Sie sehen, wie wir mit anderen Menschen sprechen, wie wir auf Schwierigkeiten reagieren, wie wir Freude zeigen und wie wir mit Ärger umgehen.

Und sie beobachten unsere alltäglichen Gewohnheiten.

Wenn Opa geduldig versucht, ein kaputtes Spielzeug zu reparieren, erlebt das Enkelkind: Nicht alles muss sofort weggeworfen werden.

Wenn Oma etwas Schwieriges ruhig erklärt, lernt das Kind: Man darf etwas noch nicht können und es einfach noch einmal versuchen.

Und wenn wir sagen können:

„Da habe ich mich geirrt. Es tut mir leid“,

zeigen wir, dass auch Erwachsene Fehler machen – und Verantwortung dafür übernehmen können.

Das sind wertvolle Lektionen.

Dafür brauchen wir keine pädagogischen Vorträge.

Der Alltag genügt.

Smartphone, Tablet und Fernseher – kleine Diebe unserer gemeinsamen Zeit?

Bildschirme begleiten uns inzwischen fast überall.

Der Fernseher läuft im Wohnzimmer. Das Smartphone liegt auf dem Tisch. Und ein Tablet kann ein Kind erstaunlich lange beschäftigen.

Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches.

Digitale Technologien gehören zu unserem Leben. Sie ermöglichen Kontakt zu weit entfernt lebenden Familienmitgliedern, zeigen uns Fotos und Videos, vermitteln Wissen und eröffnen neue Welten.

Gerade in den ersten Lebensjahren eines Kindes ist jedoch eine gute Balance zwischen digitaler und realer Welt besonders wichtig.

Warum?

Weil kleine Kinder ihre Welt vor allem durch unmittelbare Erfahrungen entdecken.

Sie berühren Dinge.

Sie bauen.

Sie laufen und klettern.

Sie fallen hin.

Sie versuchen es noch einmal.

Sie beobachten unsere Gesichter, hören unsere Stimmen und reagieren auf unsere Fragen.

So entwickeln sich Sprache, Motorik, Aufmerksamkeit und soziale Fähigkeiten.

Ein Bildschirm kann eine Ergänzung sein.

Er sollte diese Erfahrungen aber nicht verdrängen.

Was sagt die Wissenschaft dazu?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die American Academy of Pediatrics – die amerikanische Fachgesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin – beschäftigen sich intensiv mit der Mediennutzung von Kindern.

Dabei spielt das Alter eine wichtige Rolle.

Unter 18 Monaten.

Bei sehr kleinen Kindern sollte Bildschirmnutzung möglichst vermieden werden.

Eine wichtige Ausnahme sind Videoanrufe.

Wenn Oma beispielsweise in Deutschland lebt und das Enkelkind mehrere hundert Kilometer entfernt, ist das Lächeln der Oma auf dem Bildschirm etwas anderes als das passive Anschauen eines Videos.

Hier findet soziale Interaktion statt.

Zwischen 18 und 24 Monaten

Wenn digitale Medien in diesem Alter bereits genutzt werden, empfiehlt die American Academy of Pediatrics, hochwertige und altersgerechte Inhalte auszuwählen und sie möglichst gemeinsam mit dem Kind anzusehen.

Dabei hilft es, mit dem Kind über das Gesehene zu sprechen.

Die WHO empfiehlt, bei Kindern unter zwei Jahren auf sitzende Bildschirmzeit möglichst zu verzichten.

Zwei bis fünf Jahre.

Die WHO empfiehlt für Kinder zwischen zwei und vier Jahren höchstens etwa eine Stunde Bildschirmzeit pro Tag – weniger ist besser.

Auch die Empfehlungen der amerikanischen Kinderärzte gehen bei Vorschulkindern in diese Richtung und betonen gleichzeitig die Qualität der Inhalte und die Begleitung durch Erwachsene.

Das bedeutet nicht, dass jede Minute vor einem Bildschirm einem Kind schadet.

Entscheidend ist auch:

Was sieht das Kind? Ist ein Erwachsener dabei? Und was wird durch die Bildschirmzeit verdrängt?

Denn Zeit vor dem Tablet sollte nicht an die Stelle von Bewegung, Schlaf, freiem Spiel und menschlicher Nähe treten.

Schulkinder.

Bei älteren Kindern wird die Situation komplexer.

Ein Computer dient schließlich nicht nur der Unterhaltung.

Kinder lernen damit, recherchieren für die Schule, entdecken Interessen und kommunizieren mit Freunden.

Deshalb gibt es nicht die eine magische Zahl an Stunden, die für jedes Schulkind gleichermaßen richtig wäre.

Viel wichtiger ist die Balance.

Bekommt das Kind ausreichend Schlaf?

Bewegt es sich?

Hat es Zeit zum Spielen?

Trifft es andere Kinder?

Hat es Zeit für die Familie?

Kann es sich auch ohne Bildschirm beschäftigen?

Jugendliche.

Bei älteren Enkelkindern wird das Gespräch immer wichtiger.

Soziale Medien, Messenger, Videos und Computerspiele gehören zu ihrer Lebenswelt.

Wir müssen diese Welt nicht immer verstehen und schon gar nicht alles daran gut finden.

Aber wir können neugierig bleiben.

Was schaut sich unser Enkel an?

Welche Spiele mag er?

Mit wem kommuniziert unsere Enkelin?

Warum ist eine bestimmte Plattform für sie interessant?

Statt ausschließlich die Minuten vor dem Bildschirm zu zählen, können wir gemeinsam überlegen:

Wann bereichert Technologie unser Leben – und wann beginnt sie, andere wichtige Dinge zu verdrängen?

Und wie sieht es eigentlich mit unserem eigenen Smartphone aus?

Über die Bildschirmzeit von Kindern wird viel gesprochen.

Über unsere eigene deutlich weniger.

Stellen wir uns eine kleine Szene vor.

Der Enkel kommt mit einem Bild zu Opa.

Opa, schau mal, was ich gemalt habe!“

Opa liest gerade eine Nachricht auf seinem Smartphone.

„Moment, gleich.“

Dann kommt die nächste Nachricht.

Und noch eine.

Das Kind wartet.

Irgendwann geht es wieder.

Natürlich passiert uns allen so etwas.

Ein Anruf kann wichtig sein. Eine Nachricht muss manchmal beantwortet werden.

Niemand muss sein Smartphone wegschließen, sobald die Enkel zur Tür hereinkommen.

Aber Wissenschaftler beschäftigen sich inzwischen genauer damit, was passiert, wenn digitale Geräte immer wieder den direkten Kontakt zwischen Erwachsenen und kleinen Kindern unterbrechen.

Dafür gibt es sogar einen Begriff:

„Technoference“.

Er setzt sich aus „Technology“ und „Interference“ zusammen und beschreibt Situationen, in denen Technik unsere unmittelbare menschliche Interaktion unterbricht.

Eine 2025 in JAMA Pediatrics veröffentlichte systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse untersuchte die Nutzung digitaler Geräte durch Eltern in Anwesenheit von Kindern unter fünf Jahren.

Die Forschenden fanden Zusammenhänge zwischen einer häufigeren Nutzung digitaler Geräte durch Erwachsene in Gegenwart ihrer Kinder und ungünstigeren Ergebnissen in einigen Bereichen der kognitiven und sozial-emotionalen Entwicklung sowie einer höheren Bildschirmnutzung der Kinder selbst.

Das bedeutet ausdrücklich nicht:

Jeder Blick aufs Smartphone schadet einem Kind.

Die Untersuchungen zeigen vor allem Zusammenhänge und beweisen nicht, dass das Smartphone unmittelbar die Ursache jeder beobachteten Entwicklung ist.

Aber die Ergebnisse regen zum Nachdenken an.

Vielleicht probieren wir beim nächsten Besuch der Enkel etwas ganz Einfaches aus:

Das Smartphone für eine halbe Stunde außer Reichweite legen.

Nicht als Verbot.

Nicht für den ganzen Tag.

Sondern als kleines Experiment.

Vielleicht beginnt das Enkelkind zu erzählen.

Vielleicht holen wir ein Spiel hervor.

Vielleicht gehen wir nach draußen.

Vielleicht langweilen wir uns sogar ein wenig.

Und auch das ist nicht schlimm.

Denn aus Langeweile entstehen bei Kindern oft die besten Ideen.

Die beste Alternative zum Bildschirm? Ein gemeinsames Erlebnis

Manchmal fragen wir uns:

„Was soll ich nur mit meinem Enkel machen, damit ihm nicht langweilig wird?“

Dabei brauchen Kinder gar nicht ständig neue Attraktionen.

Oft genügen erstaunlich einfache Dinge.

Eine Geschichte mit Omas Stimme

Kein Tablet erzählt eine Geschichte genauso wie Oma oder Opa.

Wir können die Stimmen der Figuren verändern.

Fragen stellen.

Bei einem Bild innehalten.

„Was glaubst du, was der kleine Bär jetzt macht?“

Gemeinsames Vorlesen unterstützt Sprache, Vorstellungskraft und das Verständnis von Geschichten.

Aber es passiert noch etwas anderes.

Es entsteht Nähe.

Das Kind sitzt neben uns, hört eine vertraute Stimme und spürt:

Dieser Moment gehört gerade uns beiden.

Brettspiele – eine kleine Schule fürs Leben

Mensch ärgere Dich nicht, Memory, Domino, Dame, Schach, Scrabble oder Rummikub.

Mehr braucht es manchmal nicht, damit zwei Generationen gemeinsam an einem Tisch sitzen.

Brettspiele können Gedächtnis, Konzentration, Planung und Geduld fördern.

Aber sie vermitteln noch etwas anderes.

Warten, bis man an der Reihe ist.

Sich über einen Sieg freuen.

Eine Niederlage aushalten.

Noch einmal versuchen.

Und vor allem:

gemeinsam Spaß haben.

Wir müssen unsere Enkel übrigens nicht immer gewinnen lassen.

Auch eine Niederlage in einer liebevollen und sicheren Umgebung ist eine kleine Lebenserfahrung.

Man verliert.

Man ärgert sich vielleicht.

Und dann merkt man:

Die Welt geht trotzdem weiter.

Beim nächsten Mal versucht man es erneut.

Omas Küche und Opas Werkstatt.

Gemeinsam einen Kuchen backen, Plätzchen ausstechen, das Fahrrad reparieren, Blumen pflanzen oder etwas bauen – für ein Kind können solche alltäglichen Dinge zu einem kleinen Abenteuer werden.

Dabei lernt es Geduld, Selbstständigkeit und praktische Fähigkeiten.

Doch gleichzeitig passiert etwas viel Größeres:

Es entstehen Erinnerungen.

Vielleicht backt die Enkelin in dreißig Jahren noch immer den Kuchen nach Omas Rezept.

Vielleicht erinnert sich der Enkel bei einer Reparatur im eigenen Haus an Opas Satz:

„Schauen wir erst einmal in Ruhe, was kaputt ist.“

So wird Erfahrung von einer Generation an die nächste weitergegeben.

Alte Fotos – eine Reise in eine andere Zeit.

Haben Sie Ihren Enkelkindern schon einmal Fotos aus Ihrer eigenen Kindheit gezeigt?

Für Kinder ist das oft fast wie eine Zeitreise.

„Oma, bist das wirklich du?“

„Opa, warum hattest du kein Handy?“

„Wie sah deine Schule aus?“

Aus einer einzigen Fotografie kann ein langes Gespräch entstehen.

Plötzlich entdecken Kinder:

Auch Oma und Opa waren einmal klein.

Sie hatten Freunde.

Sie hatten Träume.

Sie hatten Lieblingsspiele.

Sie waren glücklich, traurig, mutig oder manchmal auch ängstlich.

Familiengeschichten können Kindern dabei helfen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, woher sie kommen und zu wem sie gehören.

Und Großeltern können etwas weitergeben, das in keinem Schulbuch steht:

ihre eigene Geschichte.

Liebevoll verwöhnen heißt nicht, alles zu erlauben

Kehren wir noch einmal zu unserem Satz vom Anfang zurück.

Ist ein zusätzliches Stück Kuchen bei Oma etwas Schlimmes?

Natürlich nicht – sofern gesundheitlich nichts dagegenspricht.

Darf es bei den Großeltern gelegentlich eine Ausnahme von der normalen Alltagsroutine geben?

Warum nicht?

Gerade diese kleinen Besonderheiten können später zu schönen Erinnerungen werden.

Wichtig ist etwas anderes:

Das Kind sollte spüren, dass Eltern und Großeltern grundsätzlich auf derselben Seite stehen.

Sie müssen nicht dieselben Gewohnheiten haben.

Sie müssen auch nicht in jeder Erziehungsfrage derselben Meinung sein.

Aber bei Gesundheit, Sicherheit, Schlaf, Ernährung und Mediennutzung ist es hilfreich, die wichtigen Entscheidungen der Eltern zu respektieren.

Wenn Eltern beispielsweise versuchen, die Bildschirmzeit ihres Kindes zu begrenzen, können Großeltern sie dabei unterstützen.

Dafür müssen wir nicht sagen:

„Bei mir darfst du keine Videos schauen.“

Wir können stattdessen sagen:

„Komm, ich habe eine Idee. Ich zeige dir etwas!“

Und ein Brettspiel hervorholen.

Gemeinsam etwas backen.

Nach draußen gehen.

Die alten Fotos suchen.

Ein Kind muss die Zeit ohne Bildschirm dann nicht als Verbot erleben.

Es entdeckt vielleicht ganz nebenbei, dass es außerhalb der digitalen Welt Dinge gibt, die noch viel mehr Spaß machen.

Wenn die Enkel größer werden

Die Beziehung verändert sich mit dem Alter.

Ein Fünfjähriger möchte mit uns vielleicht einen Turm aus Bauklötzen bauen.

Ein Zehnjähriger zeigt uns sein Lieblingsspiel.

Und ein Fünfzehnjähriger möchte möglicherweise nicht mehr den ganzen Nachmittag mit Oma und Opa verbringen.

Das ist normal.

Was wir trotzdem behalten können, ist etwas, das von Anfang an wichtig war:

echtes Interesse.

„Welche Musik hörst du gerade?“

„Was schaust du dir gerne an?“

„Zeig mir mal, was dich daran interessiert.“

Wir müssen nicht alles verstehen.

Wir müssen auch nicht so tun, als würden wir jede neue App kennen.

Neugier und Respekt reichen.

Manchmal braucht ein Teenager einfach jemanden, der zuhört, ohne sofort zu urteilen oder eine Lösung anzubieten.

Oma oder Opa können genau dieser Mensch sein.

Auch Großeltern dürfen ihr eigenes Leben haben

Es gibt noch einen Punkt, über den ebenfalls gesprochen werden sollte.

Großmutter oder Großvater zu sein bedeutet nicht, ständig für die Betreuung der Enkel verfügbar sein zu müssen.

Auch wir haben eigene Interessen.

Freunde.

Pläne.

Reisen.

Und Bedürfnisse.

Manchmal sind wir müde.

Manchmal möchten wir etwas unternehmen.

Und manchmal möchten wir einfach unsere Ruhe haben.

Das ist völlig in Ordnung.

Die Beziehung zu unseren Enkelkindern sollte nicht von Druck oder schlechtem Gewissen geprägt sein.

Auch dadurch können Kinder etwas von uns lernen:

dass Menschen, die sich lieben, trotzdem eigene Bedürfnisse und Grenzen haben

Eine aktive Großmutter, die ihren eigenen Interessen nachgeht, kann für ihre Enkelin ein wunderbares Vorbild sein.

Genauso ein Großvater, der weiterhin Neues lernt und seine Neugier auf die Welt nicht verliert.

Was werden unsere Enkel in dreißig Jahren von uns in Erinnerung behalten

Stellen wir uns vor, dreißig Jahre sind vergangen.

Unsere Enkel sind längst erwachsen.

Sie haben vielleicht eigene Familien, einen Beruf und einen vollen Alltag.

Eines Tages öffnen sie ein altes Fotoalbum oder finden eine Fotografie in einer Schublade.

Und plötzlich sind die Erinnerungen wieder da.

Der Duft von Omas Kuchen.

Opas Stimme beim Erzählen einer Geschichte.

Die gemeinsamen Spaziergänge.

Eine Partie Karten am Küchentisch.

Das Lachen.

Die Wärme eines vertrauten Zuhauses.

Vielleicht werden sie sich nicht an jedes Geschenk erinnern, das wir ihnen gekauft haben.

Aber sie können sich daran erinnern, wie sie sich bei uns gefühlt haben.

Ob sie sich sicher fühlten.

Ob ihnen jemand zuhörte.

Ob sie einfach sie selbst sein durften.

Ob jemand sich wirklich darüber freute, dass sie da waren.

Denn das schönste Geschenk, das Oma und Opa ihren Enkelkindern machen können, ist keine Sache.

Es ist die Erinnerung an Liebe, Aufmerksamkeit und gemeinsam verbrachte Zeit.

Genau das bedeutet Liebe mit Herz und Verstand.

Nicht, einem Kind alles zu geben, was es sich gerade wünscht.

Sondern ihm das zu geben, was ihm dabei hilft, zu einem selbstständigen, mitfühlenden und zufriedenen Menschen heranzuwachsen.

Und dabei selbst die große Freude zu erleben, die diese besondere Beziehung schenken kann.

Denn Enkelkinder brauchen ihre Großeltern. Aber auch Großeltern bekommen von ihren Enkelkindern etwas sehr Wertvolles zurück.

 

Vielleicht ist genau das der Grund, warum diese Verbindung zwischen den Generationen so besonders ist.

 

Quellen und weiterführende Informationen:

World Health Organization (WHO): Guidelines on Physical Activity, Sedentary Behaviour and Sleep for Children Under 5 Years of Age.

American Academy of Pediatrics (AAP): Empfehlungen zur Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen sowie zum Family Media Plan.

JAMA Pediatrics (2025): Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse zur Nutzung digitaler Technologien durch Eltern in Anwesenheit kleiner Kinder und möglichen Zusammenhängen mit Entwicklung und Mediennutzung der Kinder.

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Bruno
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