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 Ein Smartphone, das im Notfall helfen kann. TEIL 1/3

3 Sicherheitsfunktionen, die Sie heute einrichten sollten.

Das Smartphone ist nicht nur Telefon, Kamera und Zugang zum Internet. Es verfügt auch über Funktionen, mit denen sich im Notfall schneller Hilfe rufen, eine vertraute Person benachrichtigen oder wichtige Informationen für Ersthelfer bereitstellen lassen.
Viele dieser Funktionen müssen jedoch vorher eingerichtet werden.
Deshalb gilt: Warten Sie damit nicht auf einen Notfall.

In Teil 1 unserer Serie zeigen wir drei wichtige Einstellungen:
1. Notruf SOS einrichten,
2. Notfallkontakte hinterlegen,
3. medizinische Notfallinformationen auf dem Smartphone speichern.

Die Schritte gelten für iPhones und Android-Smartphones. Bei Android können Bezeichnungen und Menüführung je nach Hersteller und Modell abweichen. Einige Funktionen setzen zudem Android 12 oder neuer voraus.

1. Notruf SOS – Hilfe rufen, ohne lange suchen zu müssen
In einer Stresssituation kann selbst das Entsperren des Telefons und Wählen einer Nummer schwierig werden. Deshalb sollte man vorher wissen, wie Notruf SOS funktioniert.

Auf dem iPhone

Öffnen Sie:
Einstellungen → Notruf SOS
Dort können Sie unter anderem festlegen, dass durch fünfmaliges schnelles Drücken der Seitentaste ein Notruf-Countdown gestartet wird. Je nach Einstellung lässt sich SOS außerdem über die Seiten- und Lautstärketasten auslösen.

Auf Android

Auf unterstützten Geräten öffnen Sie:
Einstellungen → Sicherheit und Notfälle → Notfall-SOS
Bei Android Emergency SOS können Notfallaktionen durch mindestens fünfmaliges Drücken der Ein-/Aus-Taste ausgelöst werden. Je nach Konfiguration kann das Smartphone anschließend beispielsweise einen Notruf starten und weitere zuvor festgelegte Aktionen durchführen.
Wichtig: Rufen Sie nicht testweise die 112 an. Prüfen Sie stattdessen die Einstellungen Ihres Geräts und machen Sie sich mit der Bedienung vertraut.

 2. Notfallkontakt – wer soll informiert werden?
Neben dem Rettungsdienst kann im Ernstfall auch eine vertraute Person wichtig sein.

Auf dem iPhone öffnen Sie:
Health-App → Profilbild → Notfallpass → Bearbeiten → Notfallkontakte → Notfallkontakt hinzufügen
Wählen Sie anschließend eine Person aus Ihren Kontakten und speichern Sie die Einstellung.

Nach einem Notruf kann das iPhone die hinterlegten Notfallkontakte per Nachricht informieren. Wenn Standortinformationen verfügbar sind, kann auch der aktuelle Standort übermittelt und bei Veränderungen zeitweise aktualisiert werden.

Auf Android finden Sie entsprechende Funktionen normalerweise unter Sicherheit und Notfälle beziehungsweise in der App Persönliche Sicherheit / Personal Safety. Dort können auf unterstützten Geräten Notfallkontakte hinterlegt und Funktionen zur Standortfreigabe eingerichtet werden. Wählen Sie möglichst eine Person, die gut erreichbar ist – und informieren Sie diese darüber, dass sie als Ihr Notfallkontakt eingetragen wurde.

 3. Medizinische Informationen auf dem Sperrbildschirm
Was passiert, wenn Sie nach einem Unfall Ihr Smartphone nicht selbst entsperren können?
Genau dafür können bestimmte Notfallinformationen so hinterlegt werden, dass Ersthelfer darauf zugreifen können, ohne Ihren Entsperrcode zu kennen.

Auf dem iPhone
Öffnen Sie die Health-App, anschließend:
Profilbild → Notfallpass → Bearbeiten

Hier können Sie beispielsweise Angaben zu Allergien, Erkrankungen und Medikamenten eintragen. Aktivieren Sie anschließend die Anzeige des Notfallpasses im Sperrzustand. Apple weist darauf hin, dass Ersthelfer dadurch wichtige Informationen ohne Eingabe des Gerätecodes einsehen können.

Auf Android

Öffnen Sie je nach Gerät:
Einstellungen → Sicherheit und Notfälle → Notfallinformationen

Dort können auf unterstützten Geräten medizinische Informationen und Notfallkontakte gespeichert werden. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Informationen auch bei gesperrtem Smartphone sichtbar sein können. Tragen Sie deshalb nur Angaben ein, die Sie in einem Notfall tatsächlich zugänglich machen möchten.
Nehmen Sie sich jetzt fünf Minuten Zeit

Prüfen Sie auf Ihrem Smartphone drei Dinge: Wissen Sie, wie Sie Notruf SOS auslösen? Ist ein aktueller Notfallkontakt hinterlegt? Sind die gewünschten Notfallinformationen eingerichtet und vom Sperrbildschirm erreichbar?
Zeigen Sie diese Einstellungen anschließend auch Ihrem Partner, Ihrer Partnerin oder einer anderen vertrauten Person.
Ein Smartphone ersetzt weder den Rettungsdienst noch menschliche Hilfe. Richtig eingerichtet kann es aber dazu beitragen, dass Hilfe im entscheidenden Moment schneller erreicht wird.

In Teil 2: Drei weitere Smartphone-Funktionen, die besonders unterwegs nützlich sein können.

Quellen: offizielle Dokumentationen von Apple Support, https://support.apple.com und Google Android Help, https://support.google.com/android

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Bruno
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